SHK PODCAST #106 - Handwerk mit Haltung: Kathrin Post-Isenberg über Führung, Fachkräfte & Kultur

Shownotes

Wie gelingt es Handwerksbetrieben heute noch, gute Mitarbeitende zu gewinnen, zu halten und zukunftsfähig zu bleiben?

Im Gespräch mit Kathrin Post-Isenberg, erfahrene Handwerks-Expertin und Podcasterin, geht es um die zentralen Herausforderungen und Chancen der Branche. Themen sind unter anderem Fachkräftemangel, Arbeitgebermarke, Social Media im Handwerk sowie die Bedeutung von Unternehmenskultur und moderner Führung. Außerdem sprechen wir über Nachfolge im Betrieb, Frauen im Handwerk und warum authentische Kommunikation und Vertrauen heute entscheidend sind.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute zu Gast Katrin Post-Eisenberg, Handwerksmeisterin und eine der starken Stimmen für die Zukunft des Handwerkes.

00:00:12: Ihr hört den SHK Radio Podcast.

00:00:18: Dennis hier vom SHK Podcast!

00:00:21: Und heute mir digital zugeschaltet ist.

00:00:24: Katrin posteisenberg sei gegrüßt.

00:00:27: Hallo Dennis vielen Dank freu mich.

00:00:30: Und beim Thema Podcast bist du auch kein unbeschriebenes Blatt.

00:00:35: Du hast selber ein Podcast, stell dich ganz kurz vor was machst du?

00:00:39: Warum bist du heute hier?

00:00:41: Ja warum bin ich heute hier?

00:00:42: Katrin von Eisenberg ist mein Name.

00:00:43: Ich bin Steinmeisterin und inzwischen auf der Seite für das Handwerk tätig hatte für einen eigenen Betrieb mit fünf Mitarbeitern Beide in neun Jahre lang in Siegburg zwischen Köln und Bonn.

00:00:53: Und bin jetzt seit fast drei Jahren für das Handwerk tätig, unter anderem mit meinem Podcast nach Fest kommt ab.

00:00:59: Aber ansonsten eigentlich auf den Bühnen mit Vorträgen, mit Impulsen, mit Inspiration in Workshops oder eben auch in

00:01:07: Panel-Diskussionen.".

00:01:10: Das heißt aus dem Handwerk raus wirklich mal klassisch gelernt?

00:01:15: Wann gab es für dich der Moment, dass du gesagt hast so jetzt ich sag mal nicht wechsel ich die Seite aber verändert den Fokus.

00:01:22: Zwei-tausend-sebzehn war das.

00:01:23: Wir haben zwei-tauendsechzehntes erste Kind gekriegt und haben es dann wirklich noch sehr lange probiert, bis uns irgendwann die Augenrenner bis unter die Kniekehlen hingen.

00:01:32: Und ich dann feststellen musste okay, es ist schwierig zu vereinbaren, Kind und Handwerksberuf und Unternehmerinnen zugleich zu sein und habe mich ganz bewusst dafür entschieden hier ein Katz zu machen um mich auf die Familie zu konzentrieren.

00:01:46: jetzt sind wir zu viert plus Hund, das letzte Kind hat Fell!

00:01:50: So bin ich jetzt auf der Seite gelandet.

00:01:53: Und wie lange machst du jetzt schon Podcast?

00:01:56: Bin jetzt im zweiten Jahr, zweite Staffel hat jetzt angefangen.

00:01:58: dieses Jahr genau kommt jeden Montag raus eine Folge

00:02:03: und genauso als Podcast.

00:02:06: da muss man ja noch ein bisschen fragen ist das Wie daran gekommen?

00:02:11: war das für dich so?

00:02:12: also viele die podcast machen sagen immer Ja Corona Das war die Phase, wo ich eingestiegen bin.

00:02:19: Nein!

00:02:19: Also war das für dich so ein Thema, wo du gesagt hast, oh, es ist ein Medium und damit kann ich mir Gehör verschaffen?

00:02:25: Tatsächlich habe ich selber nie Podcasts gehört.

00:02:28: Erster, dem ich selber auch ein Podcast habe, höre ich sie und ich hatte nämlich zuvor bei LinkedIn einen LinkedIn-Audio live.

00:02:34: Das war immer freitags um zwölf Uhr meine ich und es hieß Marmorstein und Eisen spricht.

00:02:40: Dann schaffte aber LinkedIn das LinkedIn Audio ab.

00:02:42: dann gab's auch vorher schon häufiger den Zufruf Mensch Katrin Ich hatte wieder keine Zeit zuzuhören da auch immer Gäste eingeladen Und dann hab' ich gesagt okay vielleicht ist er so ein Wink mit einem Zaunfall von LinkedIn Alles klar, dann gehen wir jetzt von dem Live-Format in ein Konservierungsformat.

00:02:58: Und dann habe ich den Podcast hochgezogen auch wirklich in der Kürze der Zeit am Anfang mit fürchterlichen Tonspuren.

00:03:04: Inzwischen hab' ich eine eigene Assistentin und sie macht alles schön!

00:03:10: Ich genieße das Format sehr weil ich so natürlich in den Austausch komme mit sehr vielen Menschen aus dem Handwerk oder die führt das Handwerk etwas tun und bin sehr tief drin in der Materie von dem was alle so umtreibt.

00:03:22: Genau und deswegen sprechen wir heute miteinander ja auch, weil ich bin ganz gespannt ein bisschen was über deine Sichtweise vielleicht auch zur aktuellen Situation zu hören.

00:03:33: Ich habe so das Gefühl dass viele Gespräche die man vielleicht noch vor zwei drei Jahren geführt hätte, dass sie sich ein bisschen verändern nicht komplett aber der Fokus verändert sich ein bißchen.

00:03:45: aber kommen wir gleich zu.

00:03:47: nochmal ganz kurz da muss ich nachfragen also Frau Handwerk Ähm, wie bist du in den Job gekommen?

00:03:56: Das ist ja also... Auch noch mal ganz spannend.

00:03:59: Ja, erblich bin ich nicht vorbelastet die erste Handwerkerin in der Familie und ich wollte eigentlich Innenarchitektur studieren nämlich dann auf Hotels und Gastronomien spezialisieren.

00:04:08: Und weil mein Abi aber nicht ganz so gut war und ich beim ersten Wartesemester anfing meinen NC dann zu verbessern.

00:04:15: um bei Innen-Architekturen reinzukommen sprach mich jemanden beim Kellnern an also ich habe gekellen hat und sagte Ich bin Steinmetz machte man Praktikum bei mir.

00:04:23: Dann hab ich zwei Wochen später das Praktikum auch gemacht und bin nach zwei Wochen mit einem Ausbildungsvertrag dort raus.

00:04:30: Und hatte alle Pläne über Bord geworfen, dann stellte sich heraus, dass der ein Freund war von einem Stammtisch-Menschen bei mir, der Fritos Gärtner war.

00:04:40: Er hat gesagt, guck dir die mal an!

00:04:41: Dann kam er tatsächlich extra in die Kneipe um so bisschen abzuchecken wie ich den bin... ...und haben mir dann konkret einen Vorschlag gemacht, mach da mal Praktikum am Hier und dann auch den Ausbildungsplatz

00:04:52: Sehr ungewöhnlich.

00:04:55: Aber dann für den Moment hängen geblieben und gesagt, es bringt halt so Bock.

00:05:00: Hast du wahrscheinlich auch deine Erfahrungen, sag ich mal am Handwerk gemacht?

00:05:03: Würdest du aus heutiger Sicht sagen das ist noch ein bisschen anders gelagert war Handwerkfrau in dem Segment also guckst jetzt an viele Branchen rein dass das vielleicht nicht ganz so Klassik ist.

00:05:15: Also ich war ja in der Abschlussprüfung die einzige Frau Und wir waren in der Klasse insgesamt, seite sich danach auf Kreise.

00:05:22: Waren auch nur fünf Frauen insgesamt und mein Gesellenstück, Zwei-Tausendfünf war ein Darmenschuh.

00:05:28: Also sehr großer überdimensionaler Darmeschuh mit dem Titel Die Weiblichkeit im Handwerk.

00:05:33: Zwei Tausend Fünf war das schon, finde ich, ein Thema was immer noch nicht so richtig weit vorausgeschritten ist trotz großer Schuhe die ich dafür hergestellt habe.

00:05:44: Auch in der Meisterprüfung war ich Das Steinmetz-Handwerk baut insgesamt ab, so muss man es einfach sehen.

00:05:50: Die wenigsten wollen noch wirklich ein Grabstein haben und die meisten Steinmetze sind Grabstein-Steinmetze.

00:05:57: Aber Frauen im Handwerk ziehen langsam an in manchen Branchen.

00:05:59: aber wir haben da echt noch Potenzial nach oben.

00:06:02: Absolut sprechen wir auch gleich nochmal zu!

00:06:05: Genau dann bist du ja den Weg gegangen jetzt Richtung Bühnen Richtung Podcast und du sprichst sehr, sehr viel.

00:06:16: Und da hatten wir im Vorgespräch auch schon kurz zugesprochen über das Thema Arbeitgebermarke.

00:06:22: Das geht ja vielleicht auch ein Stück weit einher mit dem Thema Fachkräftemangel in Anführungsstrichen – das geht ja Hand-in-Hand!

00:06:30: Sicherlich kann man am Markt an sich nicht so viel tun aber man kann daran was tun an der Arbeitgebarmarke zu drehen.

00:06:37: Mein erster großer Fehler in Anführungsstrichen war, dass ich darüber sprach.

00:06:43: Wie weit gehst du?

00:06:44: Wenn es um das Thema Arbeitgebermarke geht, gehst Du auch Richtung Hauptmarke, Richtung Brand, Richtung Kommunikation und da sagtest Du zu mir Nein!

00:06:54: Weil... Da habe ich eine Menge falsch verstanden.

00:06:58: Versuch's mir jetzt doch mal, versuch's mich einmal mitzugeben.

00:07:00: Wo setzt Du

00:07:01: an?!

00:07:02: Also Arbeitgebermarke ist ja grundsätzlich oder Employer Branding, also die Ausgestaltung einer Arbeitgebernmarke.

00:07:08: Ist ein Begriff wo viele Handwerksbetriebe erst mal zucken.

00:07:11: Oh Gott was ist das schon wieder so neu moderner?

00:07:14: Sonst war es mit dem ich mich jetzt beschäftigen muss und Arbeitgebermarke is dabei etwas was jeder Betrieb hat.

00:07:20: Jeder Betrieb hatt eine Arbeitgebersmarke.

00:07:22: Die Frage ist immer nur... ...ist die Arbeit Geber Marke so gut dass die Leute sogar von alleine kommen sagen du bist so'n cooler Arbeitgeba Ich möchte unbedingt bei dir arbeiten Oder wo vielleicht sogar schon vorher bekannt ist, oh nee bei dem besser nicht oder bei der besser nicht.

00:07:36: Da hast du keinen Spaß da wirst du nur rum geschickt, der würdest du schlecht bezahlt.

00:07:40: und das was man nach außen hin über dich sagt is deine Arbeitgebermarke so.

00:07:45: dass hat aber jetzt mit Logo oder mit Brand Gestaltung erst im vierundzwanzigsten Schritt zu tun, weil wir vorher immer von innen reingucken müssen.

00:07:54: was ist deine Kultur.

00:07:55: Wie fühlst du?

00:07:56: Was sagen deine Leute über dich?

00:07:58: wie lang sind die Leute bei dir?

00:07:59: fühlen sie sich wohl?

00:08:01: werden die gefördert haben die Potenziale zu wachsen und so weiter?

00:08:04: und das hat überhaupt gar nichts mit der Ausgestaltung eines Logos zu tun

00:08:09: Genau.

00:08:10: Also das ist ja im zweiten Schritt vielleicht dann die Kommunikation nach aus.

00:08:14: und ob ich das transferiert bekommen in den Markt, was sich in sozusagen auch lebe.

00:08:19: also da so ein Miss-Matchen Anführung strichen.

00:08:23: Jetzt mal so die Aussage wer sich heute um das Thema Arbeitgeber Marke nicht kümmert der es in zehn Jahren nicht mehr im Markt?

00:08:32: Früher schon nicht mehr am Markt Ist schon früher raus.

00:08:36: Also der Fachkräftemangel ist ja ein Ergebnis und wenn wir hier mal ganz genau hingucken, können wir auch ganz ketzerisch sagen eine Fachkräfte Mangel beschränkt sich eigentlich nur auf einer bestimmte Zielgruppe und das sind Männer zwischen thirty-fünfundvierzig gut ausgebildet die aber gar nicht so viel Geld für ihre gute Ausbildung haben wollen.

00:08:54: So darauf beschränke ich der Fachkäftemange.

00:08:56: was wird aber nicht betrachten sind die Frauen.

00:08:59: Das sind Menschen mit Quereinstieg, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationshintergrund.

00:09:04: Und wenn wir jetzt hier mal das Potenzial öffnen würden sagen okay sind wir doch nicht nur dass wir unter uns sind und wir suchen nur diese eine Gattung Mensch dann haben wir keinen Fachkräftemangel mehr.

00:09:16: So ist der erste Punkt den ich dazu loswerden möchte.

00:09:19: Der zweite ist wenn wir über Arbeitgebermarke sprechen, häufig ja auch in die Reflektion reingehen müssen.

00:09:26: Da muss man sich leider als Chefchefin eingestehen wo es nicht so gut läuft.

00:09:30: Wo man vielleicht auch kein Händchen hat für Führung.

00:09:32: dann die meisten werden ja selbstständig weil sie Bock haben auf ihr Gewerk.

00:09:36: Die haben da richtig Bock fachlich drin zu arbeiten und werden dann zufällig auch noch Buchhalter Lagerist Führungskraft, Ausbilder.

00:09:45: Das sind ja so viele Jobs in einem die du gar nicht alle gut machen kannst.

00:09:49: und dann natürlich auch noch hier Kommunikationsforsche Media und also was.

00:09:52: das kann keine richtig gutmachen.

00:09:54: aber man kann alle Dinge lernen und man kann in allen Dingen sicher weiterentwickeln.

00:09:58: Und wenn man hier nicht versteht wer sich in vor allem in Sachen Führungen welche Haltung du hast und die Haltung auch über deine Mitarbeitenden nach außen transportieren kannst.

00:10:11: Dann bist du nicht in zehn Jahren, nicht mehr da so, früher nicht.

00:10:14: Der Arbeitsmarkt ist ja so krass drauf mit dem demografischen Mandel und auch weil sich die Menschheit insgesamt verändert dass wir mehr Arbeit machen möchten, die sinnhaft ist wo wir sagen Ja es ist anstrengend aber ich gehe trotzdem gerne hin.

00:10:29: Selektiert sich das gerade total krass!

00:10:31: Also, die Leute gehen auch einfach.

00:10:32: Die haben Angebote überall woanders können aussuchen, wo sie arbeiten und wer hier nicht an sich arbeitet in seiner Arbeitgebermarke einmal vielleicht auch erst mal analysiert, wo stehe ich denn?

00:10:42: Und wie kommuniziere ich das nach außen damit ich die richtigen Menschen anziehe ist in spätestens fünf Jahren hat ein großes Problem riesige Auftragsbücher.

00:10:50: es werden immer weniger Handwerksbetriebe auf dem Markt sein weil natürlich auch viele schließen aufgrund des demografischen Wandels Auf jeden Fall voller.

00:11:00: Nur wenn du keine Leute hast, dann bringen die die vollen Auftragsbücher auch nix.

00:11:05: Es wird ja viele

00:11:06: Punkte drin.

00:11:07: Das tut mir leid!

00:11:08: Nee das ist völlig in Ordnung und ich kann drei vier Stück sofort einsteigen.

00:11:12: Ich versuche es mal kompakt nachzufragen.

00:11:17: Also meine erste Frage ist... ...das Buzzword Unternehmenskultur?

00:11:24: Ist das aus deiner Sicht einfach im Handwerk auch so'n buzzword?

00:11:34: Also versuchen wir es erst mal auseinanderzunehmen, was Unternehmenskultur eigentlich bedeutet.

00:11:38: Denn das ist etwas, was du natürlich strategisch beeinflussen kannst – was aber auch schon da ist!

00:11:43: Auch hier wieder, ne?

00:11:44: Ist es klar?

00:11:45: wird morgen zusammengestanden um erst mal einen Kaffee zu trinken und anzukommen oder kommt jeder um eine Minute vor sieben rein.

00:11:52: Und es geht direkt los.

00:11:53: Es gibt keine Absprachen und jeder schwirrt in seine Himmelsrichtung.

00:11:56: auch.

00:11:56: zum Beispiel wie wird mit Kritik, mit Feedback umgegangen?

00:12:00: kann ich zum Beispiel auch etwas fragen?

00:12:02: Kann ich Dinge einbringen?

00:12:04: ist in alle Richtungen alles offen so dass Mitarbeitende auch unternehmere Schmidt denken können?

00:12:08: auch das hat etwas mit Kultur zu tun.

00:12:10: Gibt es Mitarbeiter Gespräche gibt es grundsätzlich die Möglichkeit mitzugestalten.

00:12:16: Und das hat man, jeder von uns ... Jeder Betrieb hat das?

00:12:20: Die Frage ist immer nur, geh ich strategisch an oder ist es durch Zufall passiert?

00:12:24: Ist es einfach

00:12:25: da?

00:12:25: Na so!

00:12:26: Und die Unternehmenskultur kannst du halt bewusst gestalten indem du eben formatisch hafst dass du sagst okay wir treffen uns morgens um sieben und dann stehen wir erst mal für zehn Minuten zusammen trinken einen Kaffee in Teen Wasser eine Cola keine Ahnung was.

00:12:39: Dann besprechen wir erst mal, was passiert?

00:12:41: Was ist gestern passiert und was ist heute passiert.

00:12:43: Dass man sich sieht, bewusst wahrnimmt, hört okay da gibt's ein Problem, da kann man auch Fehler quälen natürlich nochmal identifizieren Und so entsteht eine Kultur strategisch!

00:12:53: Die meisten machen es tatsächlich leider... Es ist eher durch Zufall passiert dass die eine Kultur ist da, die hat keinen strategischen Hintergrund Da verfolgst du kein Ziel mit.

00:13:03: Das ist eigentlich das größte Problem.

00:13:06: Du sagst ja von von innen nach außen, das ist ganz wichtig.

00:13:10: Ich glaube da muss man ja vielleicht auch differenzieren zwischen einem Unternehmen wo vielleicht irgendwie sechs Leute arbeiten und wo sechzig Leute arbeiten.

00:13:21: Ist es denn so?

00:13:24: Denk gerade ein bisschen drüber nach wo du es auch grade gesagt hast dass ich umso größer mein Unternehmen ist, vielleicht die Kultur auch immer mehr strategisch ausrichten muss und meine Befindlichkeiten als Unternehmer.

00:13:38: Und vielleicht aber auch meine Idee von, wie stelle ich es mir in einer perfekten Welt vor?

00:13:44: Einfach auch ein bisschen über Bord werfen muss.

00:13:47: Ja also man sagt zehn Prozent deiner Arbeitszeit als Unternehmersolst du pro Mitarbeiter verwenden für Führung.

00:13:54: So hast du jetzt zehn Leute bist du raus mit organisatorischen Sachen, mit operativen Sachen da bist du nur noch in der Führungsrolle.

00:14:02: Da ist es schon mal wichtig zu verstehen, dass man das auch strategisch mitgeht.

00:14:05: Hast du jetzt sechzig Leute beschäftigt?

00:14:07: Dann brauchst du sechs Führungskräfte!

00:14:09: Diese sechs Führungskräfte müssen natürlich auch wieder geführt werden vom Unternehmensinhaber, der Unternehmsinhaberin.

00:14:16: Und da muss es ein einheitliches Verständnis geben.

00:14:19: Es fängt immer am Kopf an!

00:14:20: Der Fisch stinkt am Kopf.

00:14:22: diesen Begriff kennt man.

00:14:23: und wenn Chefchefin sich nicht klar sind was sie für eine Arbeitgebermarke sein wollen welche Unternehnenskultur sie leben wollen und das nicht weitergeben können an ihre Führungskräfte die das wiederum weitergehen an ihre zehn Leute jeweils Dann kann es nicht funktionieren, dann ist das eine Team vielleicht super cool.

00:14:39: Das andere Team ist aber eine absolute Katastrophe.

00:14:42: die Frage ist nur was spricht lauter nach außen?

00:14:44: Also häufig sind es ja eher die Teams wo es eine absolute Kattastrophe ist, wo's auf der Baustelle da wird rumgeschrieben.

00:14:51: Das kriegen die Kunden mit.

00:14:52: Das schlägt sich alles auf das Unternehmen zurück.

00:14:55: und die guten Dinge so sind wir vielleicht in Deutschland aber auch gestrickt einfach.

00:14:59: Die guten Dinge tragen sich nicht so schnell voran wie die schlechten Dinge.

00:15:06: Aber doch noch mal zum Thema Unternehmenskultur.

00:15:08: Weil ich mir halt, also ich stelle mir halt immer eine Frage Wenn ich jetzt Unternehmer bin und sage Ich habe so ein Laden Und ich hab Bock so einen Laden So zu führen wie ich es mir vorstelle natürlich in den Rahmenbedingungen die gesellschaftlich Also prügel straffe gibt's nicht.

00:15:24: aber der sagt pass auf.

00:15:25: also bei mir arbeiten nur leute Die Bayern München gut finden, weil ich bin Bayer-Münchelfan.

00:15:30: Mega!

00:15:30: Und ja warte auch dass wir jeden zweiten Abend uns hier treffen und Bier trinken Ja?

00:15:36: Weil ich gerne Bier trinke und einmal die Woche grillen oder ich hab keine Ahnung.

00:15:41: so.

00:15:42: Das ist ja schon eine... Ich sag mal, eine Unternehmenskultur?

00:15:46: Ja.

00:15:46: Aber schon einen, die in der Anführung strichen ja sehr bocksig ist!

00:15:51: Du hast damit mehr Erfolg als wenn du so etwas nicht klar aussprichst.

00:15:55: Denn die Klarheit hier ist das Lösungswort.

00:15:58: Wenn du klar bist, dass du dessen, dass nur diese Gattung Mensch haben willst... Was hast du gesagt, Borussia Mönchengladbach?

00:16:04: Scheißegal, Hauptsache sie sind von irgendeinem Verein.

00:16:08: Dann suchst du automatisch nach Leuten die genau das ja mitbringen.

00:16:13: So, damit hast du nicht die vom ersten FC Köln mit drin, sondern du hast nur die von Gladbach mit drin und das ist direkt schon mal ein passenderes Match als jemand der da eigentlich gar nicht reingehört.

00:16:24: Dieser vom ersten fan wird sich nicht wohlfühlen in dieser Gruppe und wird sofort wieder gehen.

00:16:28: Hast du ein teures Recruiting gehabt weil du Stellen anzeigen irgendwo gepostet hast?

00:16:32: Du hast Zeit investiert usw.

00:16:34: Und er ist direkt wieder weg.

00:16:35: so bist du so klar wie du es gerade gesagt hast.

00:16:38: wir möchten uns hier.

00:16:39: gut muss man gucken ob das privat jeder so hinkriegt, aber jeden zweiten Tag zusammensitzen und einmal die Woche grillen und sowas.

00:16:45: Dann bist du sehr viel weiter mit der Klarheit deiner Arbeitgebermarke als ich würde mal sagen neunzig Prozent da draußen.

00:16:52: Ja, es geht genau darum.

00:16:53: Zeig kannte und zeige wie du bist aber zeigst auch dann deutlich.

00:16:57: Und sag genau wie du bei dir haben willst und wie nicht nämlich nicht die vom ersten FC Köln sondern nur die von Gladbach.

00:17:02: Aber schick ist das ja nicht!

00:17:03: Also ich sage mal so in der Welt wo wir... Ja gut weil am Ende des Tages als Unternehmen habe sollte ich ja im Fokus haben dass der Endkunde jetzt irgendwie in unserem SLK Bereich einen kompetenten und vernünftigen Mitarbeiter verordert, der eine Wärmepumpe installieren kann.

00:17:18: Da ist für den Kunden ja erstmal scheißegal ob dass jetzt so ein HSV-Milchenglapper oder bei München-Fan ist.

00:17:24: Hauptsache

00:17:24: ... Nein, du denkst zu kompliziert!

00:17:26: In erster Linie suchen wir ja den Fachmenschen der eine Wärmepumpe einbauen kann.

00:17:32: Richtig.

00:17:33: Das ist die Überschrift der Stellnernzeige.

00:17:35: Fachmensch für Wärmerumpen.

00:17:36: Ich weiß es nicht genau, wie's bei euch heißt?

00:17:38: Du hast die Stellnerntzeige rausgepackt.

00:17:40: Was macht jemand, der so ne Stellnernteige sieht und guckt erst mal welche Informationen noch findet?

00:17:45: Der geht auf die Homepage, guckt auch bei Social Media, der Betrieb usw.

00:17:48: unterwegs ist Eckpunkte, die er gut findet oder nicht gut findet.

00:17:53: Im Marketing sagt man zum Beispiel, fünfzig Touchpons brauchst du bis du dich mit einem Produkt einigermaßen anfreunden kannst.

00:18:00: Jetzt sind wir aber nicht im Produktmarketing sondern ja im menschlichen Marketing.

00:18:04: das heißt du brauchst noch mehr Punkte.

00:18:05: deswegen mach auf deiner Homepage unbedingt klar dass du Borussia Mönchengladbach Fan bist, dass dein ganzer Betrieb in Schwarz-Grün gemalt ist und das bitte alle die kommen auch Fans sind von Gladbach.

00:18:18: Da wird jeder erster FC Köln-Fensang, ich bin zwar Fachmensch für Wärme pumpen aber... Ich bin nur Rotweiß.

00:18:24: Nee das mach' ich nicht!

00:18:26: So und dann ist der raus?

00:18:27: Der konnte aber nur diesen Touchpoint ja auch finden weil er vorher bei dir gefunden hat dass du so klar unterwegs bist

00:18:36: Genau.

00:18:36: Und jetzt kommen wir mit dem Thema Fachkräftemangel und das würde ich als Unternehmer halt sagen, ja gut!

00:18:41: Ich bin zwar echt eine riesige Tasse, sehe ich gerade, meine Güte...

00:18:46: Ich wurde letztens mal gefragt ob die Tasse nur so aufgrund der Dimension- also wie heißt es denn hier?

00:18:52: Perspektive so groß ist, aber nein sie ist wirklich fast so groß wie

00:18:55: mein Kopf.

00:18:57: Für diejenigen, die den Podcast nur audio technisch hören also eine sehr große Tasse für der Kopf von Kathrin Kaff oder C drin?

00:19:08: Die T-Tasse

00:19:11: ist kleiner Die Kaffeetasse ist gleich noch rum.

00:19:16: Verstanden, jetzt bin ich ganz abgelenkt worden von dieser riesigen T-Tasse und auf Fachkräftemangel.

00:19:23: Jetzt komme ich an den Punkt dass ich sage okay Ich habe jetzt eine Unternehmenskultur ganz stark geschärft ja?

00:19:30: Ich kann mich mit meiner Firma zu hundert Prozent identifizieren.

00:19:36: Das habe ich ein großes Projekt.

00:19:37: Und jetzt will ich meine Firma skalieren.

00:19:39: und jetzt ist es halt vielleicht nicht ganz einfach, dass wir waren gerade bei Erstligisten.

00:19:45: Jetzt bin ich vielleicht Fan von... Nehmen wir mal Essen als Beispiel.

00:19:50: Fußballverein.

00:19:51: Ich bin jetzt grad selber im Fußball.

00:19:53: Da gibt's jetzt nicht mehr so viele Fans in Anführungsstrichen da wirds ja dann etwas komplizierter.

00:20:00: also man muss doch schon ein Stück weit sagen okay Ein bisschen Mut zu Lücke, wenn ich meine Unternehmenskultur hab.

00:20:08: Also ich bin ja auch mal bereit zu sagen na gut du bist ein super Installateur!

00:20:12: Du bewirbst sich jetzt hier und weißt was auf dich zukommt aber du bist halt Dortmund-Fan.

00:20:19: Aber du kannst es trotzdem arbeiten.

00:20:21: Genau.

00:20:22: also natürlich gibt es immer Parameter dabei die auch einen Dortmund Fan rechtfertigen.

00:20:28: Ähm

00:20:29: ... So im Allgemein, oder?

00:20:31: So.

00:20:31: Nicht wahr?

00:20:32: Nein, Deutschland finde ich tatsächlich einen ganz coolen Verein muss ich sagen.

00:20:35: Hier sind

00:20:35: es wahrscheinlich bei Fußball gelandet und das ist irgendwie für dich alles ein bisschen abstrakt, ne?

00:20:39: Weil du bist wahrscheinlich gar nicht Fußball,

00:20:41: oder?!

00:20:41: Nee meine Männer!

00:20:42: Die sind Gladbach-Fans nur so.

00:20:45: Okay, dann bleib halt wunderbar.

00:20:46: Gladbach, Dortmund, entspiele ich jetzt die Dortmundrolle.

00:20:49: also ich komme ins Unternehmen und würde gerne und das geht

00:20:52: okay.

00:20:52: aber kommen wir zurück zu deiner Frage.

00:20:55: Das Problem bei Eigentlich fast allen Betrieben ist, dass man immer aus der Not heraus rekrutiert.

00:21:03: Und dann immer sagt okay wir haben jetzt ein großes Projekt so wie du gesagt hast und wir brauchen jetzt die Leute.

00:21:08: So natürlich musst du dann nehmen was dir zur Verfügung steht.

00:21:11: Du musst aber deine Romantik da vielleicht auch ein bisschen fallen lassen sagen ok das sind Menschen die ich für immer finden werde die jetzt in den nächsten fünf bis zehn Jahre bei mir bleiben.

00:21:21: Nee, dann sind das Projektmenschen und wenn man da so ein bisschen entromatisiert dran geht, dann funktioniert das auch.

00:21:28: Der bessere Fall ist allerdings, wenn du vorher so viel für die Außenwirkung deiner Arbeitgebermarke machst dass du, wenn Du so ein Projekt bekommst plötzlich nur bei Social Media zwei drei Mal fallen lässt.

00:21:41: wir haben ein geiles Projekt am Start und wir bräuchten ihn noch so zwei drei gute leute die wir hieran ziehen könnten.

00:21:48: und zack die leute melden sich sofort bei dir mit direkt message und sagen ich hätte total Bock drauf.

00:21:53: Ich habe ewig darauf gewartet dass bei euch eine stelle frei wird.

00:21:55: jetzt die chancen ergreife ich.

00:21:57: das ist das Woran man erkennt, wenn Arbeitgebermarken funktionieren.

00:22:01: Dass die Leute innerhalb kürzester Zeit Stellen sowas von passend besetzen weil da Leute eigentlich nur in Warteposition bei anderen Unternehmen

00:22:10: waren

00:22:11: und die dann vielleicht mal sogar mitgeteilt haben Wenn bei euch was treibt melde ich Ich würde super gerne kommen.

00:22:16: manchmal so gerade auch Kolonnen die unterwegs sind.

00:22:18: Du hast gar nicht die Autos oder ist nicht die Aufträge aber dann sagst du einmal Bescheid Und dann stehen die leute parat.

00:22:23: Da wollen wir eigentlich hin dass wir gar keine stellen an zeigen mehr bei steps Stone und sonst wo überall posten müssen, sondern dass wir einmal nur kurz bei Instagram beispielsweise Bescheid sagen.

00:22:33: Übrigens, wir hätten jetzt zwei Stellen frei und zack die sind übermorgen besetzt.

00:22:38: Das ist das, wo wir hin wollen?

00:22:39: Ja

00:22:40: Und dann kommen auch die Gladbach Fans oder auch Die Dortmunder, die sagen okay, Gladbach ist auch ok.

00:22:46: Verlassen wir für den Moment mal das Thema Fußball vielleicht.

00:22:52: Ja verstehe ich und wie gesagt für dich so, wenn du mal drauf schaust.

00:23:01: Was sind die drei, vier größten Fehler, die derzeit beim Thema Arbeitgebermarke gemacht werden?

00:23:10: Der größte Fehler ist sich überhaupt nicht damit zu beschäftigen.

00:23:12: Zu glauben ja läuft auch.

00:23:14: Wir sind immer am jetzt was ja auch grundsätzlich gesund ist aber da mal wirklich nach vorne zu gucken vielleicht auch zu sehen was da gerade passiert auf dem Arbeitsmarkt und zu sagen okay wo kann ich hier nochmal nachsteuern?

00:23:26: Und das machen die meisten nicht.

00:23:28: So, der zweite Punkt ist da auch bereit zu sein, auch an die schwarzen Stellen zu gucken.

00:23:34: Jeder von uns hat Fehler und dass es alles fein und nicht jeder kann alles können.

00:23:39: Die meisten sind aber nachdem sie die Meisterschule verlassen haben wo man ja Personalwissen so... mal eben kurz angesprochen hat und man ist aber da selber noch ein angestellten Verhältnis.

00:23:52: Das nimmst du ja nicht mit, wenn du zehn Jahre später einen Betrieb eröffnest oder fünf Jahre später?

00:23:57: Da hasse kein Wissen!

00:23:58: Also hier bitte reingehen in Führungskochings vielleicht auch tatsächlich in Einzelcoachings oder eben in den Austausch mit anderen Betriebsinhabenden dass man da wirklich lernt Und auch wirklich dran bleibt wie Führung funktioniert.

00:24:12: Menschen verändern sich, die Arbeitsbedingungen verändern sie und das ist nichts was wir weil wir es so erlebt haben in der Ausbildung dass das dann zehn zwanzig Jahre später genauso auch noch gut ist geschweigen ob's vorher überhaupt gut war ne?

00:24:25: Das stelle ich jetzt ja mal hier zur Frage.

00:24:27: Der Arbeitsmarkt hat sich total verändert.

00:24:29: weg von einer Die Biene, die alles arbeitet.

00:24:33: Die fleißige Arbeiterbiene, der nur was zurufen muss hinzu Menschen, die wirklich gesehen werden wollen als Menschen.

00:24:39: Denn das vergessen wir häufig ja auch, dass wir unsere ... durch einen Arbeitsvertrag unsere Lebenszeit für einen bestimmten Zeitraum am Tag verkaufen.

00:24:49: So mehr ist es nicht!

00:24:50: Wenn man's mal so ganz ondromantisch betrachtet, mehr is' es nicht.

00:24:53: und darüber hinwegzukommen und sagen okay, wie mach ich jetzt, dass die Leute sogar gerne kommen?

00:24:59: Dass die nicht nur ihren Arbeitsvertrag erfüllen, sondern dass sie gerne kommen.

00:25:01: Dass die mitdenken und dass die Bock haben mein Unternehmen nach vorne zu bringen.

00:25:06: Dass man da auch mal bereit ist in die dunklen Stellen reinzugucken.

00:25:10: Und der dritte Punkt ist tatsächlich damit ... Ich stelle ganz viele Handwerker, lerne ich kennen, die so bescheiden sind.

00:25:18: Wo ich dann mit denen spreche und denke, ihr seid so ein cooles Unternehmen!

00:25:22: Warum zeigt ihr das nicht nach außen?

00:25:24: Und dann kommt an, ja wir haben halt keine Zeit und ach und die Homepage müsste auch mal gemacht werden.

00:25:30: Und Social Media ja wer soll das alles machen?

00:25:32: Ja Leute da beschäftigt jemanden.

00:25:33: dafür stellt jemand ein holt euch eine Agentur was auch immer.

00:25:36: aber ihr seid so cool wenn es nicht nach außen zeigt wer solls den wissen?

00:25:40: also wie sollen sich die leute denn wie sollen die aufmerksam werden auf euch?

00:25:43: wie sollen sie hier schreien sobald ihr einen Job frei habt wenn die gar nichts von ich wisse

00:25:48: direkt fragen danach hast du ein Fallbeispiel wo du sagst Leute guckt da mal hin, die machen das richtig.

00:25:57: Du meinst ein konkretes Beispiel?

00:25:58: Ja

00:25:58: gerne!

00:25:59: Also... Pass auf

00:26:00: zum Beispiel Michael Christmann Stuckateur aus Bonn.

00:26:03: Liebengruß

00:26:05: Wie groß?

00:26:06: Liebengroß habe ich gesagt.

00:26:09: Der hat in der Corona-Zeit angefangen den Girls und Boys Day digital zu machen.

00:26:16: das große Problem, dass der jedes Jahr sechszig Bewerbungen auf Ausbildungsstellen bekommt.

00:26:21: Für zwei Ausbildungstellen?

00:26:22: Sechszig!

00:26:23: Das ist auch nicht schön, weil du halt achtundfünfzig absagen musst.

00:26:26: Du musst mal mit super vielen Leuten auch sprechen.

00:26:28: Der fängt jetzt wirklich an die besten der Besten daraus zu holen.

00:26:32: und Riesenkatalog.

00:26:33: So dann hab ich zum Beispiel noch den Thorsten Hain Schreiner aus ... Oh, ich bin ganz schlecht.

00:26:40: Irgendwann hier bei Neues Düsseldorf glaub ich.

00:26:43: Der hat ein ähnliches Problem Der, bei dem bewerben sich auf die nächste Ausbildungsstelle jetzt aktuell in diesem Moment, achtzig Frauen.

00:26:51: Achtzig Frauen, die bei ihm eine Ausbildung machen wollen?

00:26:55: So!

00:26:55: Das passiert nicht alles weil sie plötzlich da sind und sonst im Umkreis von fünfzig Kilometern kein anderer Schreiner oder Stuckorteur da ist.

00:27:04: Nee das passiert, weil die wirklich darauf hingearbeitet haben dass das nach außen getragen wird was Sie gut können und wo Sie auch bereit sind noch zu lernen.

00:27:15: Okay Aber dann kann man ja auch sagen, das greift dann ja auch.

00:27:20: Also ich habe jetzt aus unserem Bereich zum Beispiel Vögel missen.

00:27:26: Ich weiß nicht, ich kenn's ja wahrscheinlich auch genau.

00:27:29: die machen ja auch sind ja Social Media sehr aktiv.

00:27:32: Würdest du sagen dass Social Media da einen großen Anteil hat?

00:27:36: Dass das ein Schaufenster ist, dass man auf jeden Fall nutzen sollte?

00:27:41: Ja, vor allem jeden Tag.

00:27:43: Also es ist ein ... Ich sag immer so schön wir haben die Mauern von unserem Unternehmen, die ja wirklich undurchsichtig sind.

00:27:51: Und du hast mit Social Media die Möglichkeit deine Mauern zu Schaufenstern zu machen?

00:27:55: Du kannst selber auswählen was zeigst du in deinem Showfenster?

00:27:58: Die Leute können nichts hören, sie können nicht riechen, die können nicht anfassen, die kann nicht schmecken je nachdem man jetzt einem anderen Gewerk unterwegs bist.

00:28:04: und du kannst selbst auswöhnen Was stellst du rein in das Schaufenster und das nutzen viele nicht Sonst stehen immer alle davor und können vielleicht mal durchs Schlüsselloch durchgucken, aber keiner kann durch eine Wand durch gucken und sehen was funktioniert denn innen drin.

00:28:17: Und jeder der sich für deine Unternehmen interessiert ist dankbar für jede Information die er bekommt, die nichts mit Produkten oder Kunden zu tun hat sondern wirklich mit den Menschen, die dort arbeiten.

00:28:30: Jetzt ist es ja aber so und da vielleicht auch noch mal kritisch reinzugehen.

00:28:35: Social Media funktioniert vor allen Dingen ziemlich stark nach Algorithmen Und ich sag mal so ein Unternehmer könnte sagen, also ganz ehrlich ne?

00:28:43: Dass wir jetzt hier noch anfangen müssen zu tanzen.

00:28:46: Da hab' ich gar keinen Bock drauf!

00:28:47: Weil da bekommen wir ja eine viel höhere Reichweite wenn alle mal tanzen als wenn wir irgendwas über unser Lager erzählen wie ordentlich und aufgeräumt das ist und wie gut strukturiert wir sind.

00:28:56: Da bekommen wir dann irgendwie fünfhundert Views während sage ich mal Unternehmen das Tanz unsinkt fünfhundertausend Aufrufe bekommt.

00:29:05: Wie verargumentierst du

00:29:06: das?!

00:29:07: Ich verstehe diesen Ärger sehr gut.

00:29:09: Ich hab ihn erst kürzlich selber einmal durchlebt, denn ich war auf der Dachenholz in Köln und habe da an einem Stand ... Da konnte man Wasserwagen auf Zeit hängen.

00:29:19: Und das hab ich gemacht.

00:29:20: Dieses Video ging bei mir auf Instagram viral, wo ich normalerweise Inhalte poste, die wirklich Mehrwert reingeben.

00:29:27: Wenn du dranbleibst, dann kriegst du immer Impulse dran, was kannst du tun?

00:29:30: Worüber kannst du nachdenken?

00:29:32: Dieses Video, wo eine Minute, zweiundvierzig Hänge, ging viral!

00:29:37: Und ich hab gedacht, das kann noch nicht wahr sein.

00:29:38: Ich glaub, ich

00:29:38: hab das auch gesehen!

00:29:40: Hast du's auch gesehen?

00:29:40: Ja, so pass auf... Jetzt geht es weiter.

00:29:43: Ich habe mich wirklich darüber geärgert, weil ich mir wirklich viel Mühe gebe mit meinem Content und dann hab' ich das auf LinkedIn gepostet.

00:29:48: Mit der Überschrift, mit diesem Video ging ich bei Instagram viral und habe da drunter mir Luft gemacht, dass es doch nicht sein kann, wenn man sonst soviel Mühe gibt mehr Wert zu schaffen.

00:29:58: Dass das alles nicht so gesehen wird wie ein Scheiß-Video wo ich einfach nur hänge.

00:30:03: Und was ist auch dieses Video gegen mein LinkedIn-Viral?

00:30:05: Videos gehen nicht bei LinkedIn normalerweise viral, aber das ging viral.

00:30:09: Ja so und dann mit den Kommentaren drunter ah du bist jetzt aufgenommen in unsere Bouldergruppe.

00:30:13: ach du bist halt eine Powerfrau sein gelohnt habt ihr wenigstens den Text einmal gelesen?

00:30:17: Ne da ging es auch nur um dieses Zuschauen Gaffen und sowas.

00:30:22: Ich werde trotzdem jetzt nicht nur hängende Videos machen.

00:30:25: ich werde trotzdem dabei bleiben und mehr Wert im Content bringen.

00:30:32: Ich freu mich über jeden einzelnen Follower, den ich dazu gewinne.

00:30:36: Das ist ein schwieriges Game und man kann entweder diesen Weg gehen und sagen okay, bediene mich am Misserfolg anderer oder aber zu sagen okay und ich teile einfach das so wie es bei uns ist.

00:30:49: Denn nachher geht es nicht um die große Menge, die ich erreichen möchte sondern es geht um die eine Stelle die ich besetzen möchte und da brauchen wir nicht fünfhundert Leute die sich darauf bewerben sondern eigentlich nur die eine perfekte Person.

00:31:01: Und dann brauche ich diesen Hype eigentlich nicht.

00:31:03: Wird

00:31:03: da vielleicht auch der Fehler gemacht im Social Media Bereich, dass man das Thema... Werbung in der Anführung, nicht auch für sich gut genug nutzt.

00:31:12: Weil ich hab auf der einen Seite die Möglichkeit zwar organisch meine Sachen auszuspielen aber bin ja immer in der Situation dass ich abhängig davon bin ob was Reichweite bekommt oder nicht.

00:31:22: Aber wenn ich jetzt sage Ich habe ein gutes Content-Peace Es beschreibt eigentlich sehr gut welche Unternehmenskultur.

00:31:27: ich möchte aus der Region Menschen ansprechen Dass man das als Hebel und Element auch nutzt.

00:31:33: Ja ich bin total gegen Ads.

00:31:35: Bezahlte wer?

00:31:38: Weil sind wir es mal ganz faktisch, Instagram ist eine kostenlose Plattform.

00:31:42: Die finanzieren sich natürlich über Werbung, Werbeeinspielung und verkaufte Werbung.

00:31:47: Wenn Instagram jetzt einmal gecheckt hat ... Ah, guck mal der Dennis!

00:31:50: Er kommt nicht weiter mit seinem normalen Reichweite.

00:31:54: Der macht uns hier das Portemonnaie auf.

00:31:56: Dann ist die Plattform auch genauso doof.

00:31:58: wenn sie danach deine Beiträge organisch genau so weiter gut beziehungsweise schlecht ausspielen würde?

00:32:04: Die Erfahrung zeigt Dass du wenn du aufhörst zu bezahlen.

00:32:08: Du im Keller sitzt und dann winkt die instagram von oben noch paar mal halb lächeln zu aber du sitzt sehr, sehr lange im Keller bist du deine organische Reichweite wieder aufgebaut hast.

00:32:18: deswegen lieber Instagram nicht als einen Sprint sehen und sagen okay ich brauche morgen jemanden sondern wirklich als dauerhafte Investition in deine Sichtbarkeit nach außen und kontinuierlich dranbleiben.

00:32:30: Und dann sind da Beiträge dazwischen, die mal richtig gut performen.

00:32:33: Super!

00:32:33: Feiern wir uns.

00:32:34: Dann sind ganz viele Beiträge, die vielleicht auch nicht so gut performieren.

00:32:37: Aber wir haben ja eine gewisse Galerie erstellt.

00:32:41: Menschen, die sich für uns interessieren können durchgucken und sich andere Dinge angucken, können diese fünfzig Touchpoints zusammensuchen, die sie brauchen.

00:32:50: Wir machen das nicht für den Moment, sondern wir machen es wirklich übermorgen.

00:32:54: Das ist zu früh, finde ich aufgegeben und sagt, ich mach das jetzt mit Ads.

00:32:58: Weil du danach leider im Keller sitzt bei egal welcher Plattform.

00:33:04: Okay.

00:33:05: Nämlich so!

00:33:06: Wir könnten diskutieren aber ich denke dass es nicht zielführend für das was wir hier heute machen wollen.

00:33:13: Ja für drei Produkten habe auch eine andere Meinung dazu?

00:33:15: Bei Menschen bin ich bei Organischer Reichweite nichts anderes.

00:33:20: Vielleicht nochmal Richtung da die Kombination Fachkräftemangel, man hört ja häufig die jungen Leute, die nachkommen.

00:33:32: Alle faule und haben dann nicht mal das richtige Mindset.

00:33:36: Und ganz ehrlich bringen nix mit nur auf Lausen im Kopf.

00:33:42: Lifelife Balance was ich alles schon gehört habe.

00:33:46: Wie siehst du das?

00:33:47: Ich halte überhaupt gar nichts von diesen Generationen bashing Denn vierhundertfünfzig vor Christus hat Socrates auch schon über die Jugend geschimpft und das ist etwas, was ganz normales im Lauf der Dinge.

00:34:00: Wenn ich sowas höre dann hinterfrage ich allerdings wie weltoffen ist denn diese Person, die so etwas sagt?

00:34:08: hat sie verstanden, dass sich die Welt ändert.

00:34:11: Hat sie verstanden das die Welt schneller geworden ist digitaler geworden ist?

00:34:15: Dass wir als Menschen insgesamt zurückgehen von?

00:34:18: Wir arbeiten uns den Puckel rund hinzu.

00:34:20: Wir wollen eine coole Zeit auf dieser Erde verleben und miteinander ne coole zeit haben.

00:34:25: Und da kann ich immer nur sagen okay also Die Baustelle sind hier nicht die jungen leute sondern eigentlich dein mindset.

00:34:33: Okay Geh ich noch tiefer rein, du warst grad bei der Baustelle.

00:34:40: Also häufig so ein bisschen das was dann gespiegelt wird und gesagt wird ja wenn es da mal um die Wurst geht also du bist halt im Keller und es ist ein scheiß Job!

00:34:48: Und es ist jetzt einfach mal auch nicht schön Ja?

00:34:50: Du sprachst gerade von wir wollen so viel gute Zeit wie möglich haben.

00:34:54: Fair enough, also ich glaube wer am Heizungskeller gesessen hat irgendwie und da war ein Installateur vorher den nur Scheiße gebaut hat und er hatte keine gute Zeit.

00:35:04: Und das ist das Momentum, wo sich ja eventuell auch mal entscheidet.

00:35:07: Irgendwie ist jetzt jemand am Start und sagt halt nehm ich Arschpacken zusammen los oder sagt also sorry aber das habe ich mir alles anders vorgestellt irgendwie und vielleicht auch nicht beformt wie sie zu dass

00:35:18: Ja es gibt keinen Job der fünf Tage die Woche ein ganzes Jahr lang richtig geil ist.

00:35:24: Es gibt so einen Job nicht, selbst die Influencer schimpfen mit ihren Füßen im Sand am Meer sitzen.

00:35:30: Auch die haben Scheiß-Tage und das gehört dazu.

00:35:33: Die Frage ist nur wie gehst du damit um?

00:35:35: als betriebsinhabende Person?

00:35:37: Sagst du das ich sehe dass es gerade ein Scheißjob ist.

00:35:40: Ich hab auch überhaupt keinen Bock darauf.

00:35:42: Pass mal auf, wenn wir das gewuppt haben dann sind wir hier aber auch erstmal raus.

00:35:46: Dann ist der Heizungskäler hinter uns gelassen und dann kommt so schnell auch keiner mehr und dann vielleicht auch so fair zu sein sagen okay der nächste Heizungskeller geht jetzt nicht an diese drei Personen die da vorher drin gesessen haben sondern es geht darum in der Führung jemanden zu sehen wahrzunehmen zu sagen, ich sehe dass ihr da keinen Bock drauf habt.

00:36:03: Wir müssen aber und dann kommt nämlich der Schiff in die Sinnhaftigkeit reinkommen.

00:36:07: Wenn wir das erledigt haben, haben wir hier einen Kundenzufrieden gestellt, wir können eine fette Rechnung schreiben und wir haben unser Unternehmensziel auch nochmal gesichert.

00:36:16: es geht hier ums gesehen werden.

00:36:17: jeder Job ist irgendwann mal.

00:36:19: also kannst mir nicht erzählen dass ein Dachdecker dabei fünf Grad mit Eisregen auf dem Dach steht Wenn ich froh, dass ich Dachdecker geworden bin.

00:36:26: Niemand!

00:36:27: Auch ich habe mir schon mit abgefrorenen Fingern Schriftergänzungen aufm Friedhof gemacht.

00:36:31: Ich dachte was für ein Scheißjob?

00:36:33: Warum hab' ich nicht etwas anderes gelernt?

00:36:35: Auch ich hatte geflucht.

00:36:36: Trotzdem geht es darum das man hier natürlich auch nochmal den Fokus lenkt auf wie sehr kann ich meine Leute mitziehen, dass die arbeiten und die Motivation haben an meinem Unternehmensziel zu arbeiten?

00:36:48: Und wie schnell sind die rehabilitiert von so einer scheiße Arbeit?

00:36:52: Weil ich eben als Chef da bin und gesehen habe, dass es eben Kacke ist, das da keiner Bock drauf hat.

00:36:57: Und nachher sage ich mal auf, ich hole euch noch ein Stück Kuchen damit ihr erst mal für den Tag wenigstens gut abschließen könnt?

00:37:05: Also immer wieder ein Führungsthema eigentlich, was du ansprichst also das wirklich wo's dran krankt.

00:37:13: in Anführungsstrichen Jetzt hab man ja aber auch erlebt, dass so in den letzten Jahren viele im SRK-Bereich, hab' ich auch öfter mal gehört Das ist auch nicht so schlecht gingen, also auch monetärlich.

00:37:25: und der Chef fährt dann auch gerne mal mit einem größeren Auto vor.

00:37:28: Das ist ja nicht mehr wirklich dann auf Augenhöhe.

00:37:30: Also wenn er mit so einem Wagen vorgefahren kommt wo denn irgendwie die jungen Leute da stehen und sagen okay... Also das was du ja beschreibst schon man versucht eine Augenhöre zu entwickeln im Unternehmen dass aber ja schon an vielen Stellen auch irgendwie bröckelt.

00:37:45: würdest du dir empfehlen?

00:37:47: pragmatisch.

00:37:48: Fahr lieber mit dem kleinen Zweitwagen vor oder mach es so wie du Bock hast?

00:37:53: Mach es so, wie du bock hast!

00:37:54: Denn Du trägst das unternehmerische Risiko.

00:37:58: Deine

00:37:58: Leute können jederzeit woanders hingehen.

00:38:00: Deine Leute kriegen ihr Gehalt pünktlich am Monatsende.

00:38:03: Du träгst das Unternehmliche Risiko.

00:38:05: Du schläfst nachts nicht.

00:38:06: Du siehst zu dass die Kundenaufträge an Land kommen.

00:38:09: Du Siehst zu, dass das möglichst betriebswirtschaftlich richtig gut abgewickelt wird und natürlich darfst du dieses Auto fahren.

00:38:16: Keiner trägt das Risiko so wie du.

00:38:18: Ich glaube jetzt höre ich relativ viel Applaus von Unternehmern, weil da sprichst du ja auch genau was an.

00:38:24: also es wird ja häufig auch nicht gesehen dass da ja auch viel Druck einfach drauf ist und dass man auch in den schwierigen Zeiten dann für die fürs Unternehmen halten ein Stück weit eben Nicht ein Stück weit, sondern ganzheitlicher da ist und die Mitarbeiter mitnehmen muss.

00:38:40: Und wenn der morgen geht und sagt ich hab was besseres gefunden, muss er wieder neu besitzen usw.

00:38:45: Genau!

00:38:46: Und überleg mal, was für einen Unternehmer oder was der Unternehmer an sich für eine Reise hinlegt?

00:38:51: Er fängt an aus einer Leidenschaft zum Handwerk und macht den Unternehmen auf und entwickelt sich in so viele Persönlichkeiten rein.

00:38:58: Da steckt so viel Arbeit drin und so viele schlaflose Nächte.

00:39:02: Soviel Hirnschmalz, soviele Gespräche, soviel Ärger!

00:39:05: Natürlich darf ja das Autofahren worauf er Bock hat.

00:39:09: So nur jetzt wenn die anderen neidisch sind dann muss man vielleicht auch noch ein bisschen transparenter werden und sagen guck mal hier wir haben hier diesen blöden Halsungskeller hinter uns gebracht.

00:39:19: dafür können wir jetzt aber eine fette Rechnung schreiben.

00:39:21: damit ist könnte ich habe ich die nächsten drei Monate eure Gehälter sicher im Kasten Ja, und dass man da auch ein bisschen transparent damit irgendwie das die mitwirken daran.

00:39:32: Dass sie ihre Gehälter sicher bekommen, dass man auch fair bezahlt wird.

00:39:35: es geht ja auch um eine faire Bezahlung.

00:39:37: Es geht nicht darum, dass wir ein Schweinegeld verdienen sondern dass wir fair bezahlen werden Und nicht eben wieder letzte Helfer.

00:39:43: wer gut leistet soll auch gut bezahlt werden.

00:39:45: Wer sich weiterentwickelt wer mitdenkt wer voraus denkt soll gut bezalt werden.

00:39:54: Hast du denn Verständnis dafür?

00:39:56: und dann gehen wir auch nochmal in das Thema Nachfolgerregelung gleich rein.

00:39:59: Was passt ganz gut?

00:40:00: Hast du dafür Verständniss, dass sag ich mal der Unternehmer die Unternehmerin Mitte Ende Fünfzig sagt Ganz ehrlich bei dem Ganzen Bei der ganzen Geschwindigkeit, die das Thema aufgenommen hat Digitalisierung Einführungssoftware eigentlich Das Gefühl bei KI völlig abgehängt zu sein weil man gar nicht im thema ist Dass man einfach dann auch irgendwann sagt so ganz ehrlich ich hab keine Lust mehr.

00:40:24: Ja, natürlich

00:40:25: verstehe ich

00:40:26: das.

00:40:28: Also auch hier noch mal, Mitarbeiter haben einen Arbeitsvertrag auf ... irgendwas, thirty-eight, vierzehn Stunden je nachdem und die gehen danach nach Hause und haben Feierabend.

00:40:37: Selbstständige machen keine dreißig Tage Urlaub.

00:40:41: Wenn sie im Urlaub sind, dann ist trotzdem der Kopf die ganze Zeit angeschaltet.

00:40:45: Die fahren nach Hause, auf dem nach Hause Weg, denken schon drüber nach okay was ist morgen?

00:40:48: Wie mache ich das denn heute mit diesem

00:40:50: Problem?".

00:40:51: Also die leisten so viel mehr, dass da irgendwann die Energie weg ist.

00:40:56: Ist doch völlig klar!

00:40:57: Ich kann hier immer nur zu ermuntern sich auch wirklich Systeme im Betrieb zu schaffen das es nicht alles an dir hängt.

00:41:05: Denn ein Betrieb ist nur dann übergabefähig wenn du von heute auf morgen sein könntest.

00:41:09: Alles klar ich bin jetzt mal raus hier So, dann ist ein Betrieb übergabefähig.

00:41:13: Weil er nicht an dir als einzelner Person hängt.

00:41:15: und daran scheitern auch so viele Nachfolgen.

00:41:17: die ziehen sich dann in die Länge weil Rollen nicht klar sind rollen nicht übergeben werden Und Chef-Chefin da so tief drin stecken wo das ganze Wissen vielleicht auch gesammelt ist im Kopf und nichts digitalisiert wurde damit man es eben übergeben kann.

00:41:32: Daran scheitert nach folgen Weil dann der Nachfolger sagt, mir dauert das alles.

00:41:36: Ich will endlich auch einen Betrieb führen dürfen!

00:41:38: Ich will diesen Betrieb, ich will dieses Risiko hier tragen.

00:41:41: Mir dauert, dass dir alles zu lange bis der Althab gegeben hat?

00:41:47: Habe ich jetzt häufig erlebt wird ja auch... Also ich finde in Nachfolgeregelung da gibt es zwei Attributionen.

00:41:53: Das eine ist wirklich an eine fremde Person abzugeben und das andere ja.

00:41:57: innerhalb der Familie passiert ja auch sehr häufig.

00:42:00: Nämlich mal den zweiten Fall passieren da häufig die größten Fehler Also dass eben eine Übernahme stattfinden soll, die aber gar nicht stattfindet.

00:42:09: Weil der Unternehmer zu lange dran festhält?

00:42:13: Das gibt es in beiden Bereichen.

00:42:14: also das würde ich jetzt gar nicht mal so auf ob es jetzt Familienangehörige oder Mitarbeiter sind.

00:42:21: Ich kenne aus beiden Fällen kenne ich genügend Beispiele, die zwischendrin eigentlich schon das Handtruf wieder geworfen hatten und dann doch wieder zusammen kamen.

00:42:29: Die Frage ist immer nur, wie wird kommuniziert.

00:42:32: Ich kenne zum Beispiel einen Betrieb ganz bei mir in der Nähe auch gestern noch ein Gespräch geführt zufälligerweise wo er dann sagt ich habe also alles abgegeben was die Bank betrifft.

00:42:42: jetzt muss er zusehen.

00:42:43: so wir haben ja nicht nur die Bank Themen sondern wir haben so viele andere Themen die auch übergeben werden müssen und das ist völlig unabhängig davon ob es jetzt die Tochter oder der Sohnes-Oler, ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin.

00:42:56: Das Nachfolge wird häufig zu einenseitig betrachtet und immer nur auf Finanzen geregelt.

00:43:00: Aber dass es hier wirklich um Rollen geht, um Wissen geht, Um Sichtbarkeit geht, Kommunikation geht, Führung, das sind so versteckte Dinge dahinter, die kaum einer sieht und daran scheitert es dann!

00:43:13: Alle glauben immer okay, die Financen sind geregkelt, wunderbar ich bin raus, mhm, so ist's nicht.

00:43:21: Das ist ja schon auch, ich finde dann ja auch sehr komplex in Anführungsstrichen.

00:43:27: Total!

00:43:27: Dann ein Unternehmen zu übergeben Kannst du denn verstehen dass man vielleicht auch nicht loslassen kann?

00:43:38: Also da sitzt jetzt jemand und sagt pass mal auf Ich habe es jetzt dreißig Jahre hier gemacht So und jetzt kommt, ich sag mal jetzt kommt der so worst case Szenario Nein Aber das Schwiegersohn So, und der soll jetzt hier den Laden überschwiegert.

00:43:53: Das ist scheißegal so!

00:43:54: Also sogar nicht die direkte familiäre Verbindung sondern sozusagen indirekt eingeheiratet.

00:43:58: wie auch immer dass da jemand unter Umständen einfach so ich komm doch immer noch mal vorbei und guck mal nach dem rechten

00:44:06: ja völlig gut Ja?

00:44:07: Also, da darf ich kurz ein bisschen Werbung machen für meinen Podcast.

00:44:11: Ich hab seit diesem Jahr nämlich Serien drin, wo ich drei Leute zu einem Thema befrage unterschiedliche Blickwinkel eine große Folge.

00:44:17: Da nehme ich jetzt nächste Woche die dritte Folge zum Thema Nachfolge auf.

00:44:21: Die zweite Folge, die ich schon aufgenommen habe ist mit einem Übergeber alles abgeschlossen und er sagte tatsächlich sind Dachdeckerbetrieb sagt, dass ich arbeite mehr als vorher.

00:44:32: Die haben ungefähr fünf Jahre Gebrauch, bis er an seinen Sohn übergeben hatte.

00:44:37: Und es gab da auch schwierige Situationen.

00:44:39: und so kommt aber jeden Tag rein.

00:44:40: Er fährt mit der Kehrmaschine über den Hof, hat den Kranbetrieb übernommen.

00:44:45: Der räumt die Werkstatt auf weil dann die Jungs nur Männer beschäftigt.

00:44:49: Die Jungs da nicht alles immer ordentlich hinterlassen.

00:44:52: Und der sagt, er arbeitet jetzt mehr als vorher.

00:44:54: Aber warum auch nicht?

00:44:56: Also gerade noch eine aktuelle Vorsatzstudie hat gesagt, dass vierundvierzig Prozent der Leute sagen zu den richtigen Arbeitsbedingungen könnte ich mir sogar vorstellen länger zu arbeiten über die Rente hinaus.

00:45:06: So warum nicht?

00:45:07: Also warum das wissen nicht?

00:45:08: Ich bin mir sicher, dass man diesen alten Betriebsinhaber Zu allem befragen könnt und er hätte immer eine Idee Warum den loswerden?

00:45:16: Dann lieber er so gestalten, dass es für ihn schön ist, dass das nett ist.

00:45:20: Dass er natürlich aber auch seine Schranken kennt und weiß wo er nichts mehr zu sagen

00:45:25: hat.".

00:45:26: Das ist ein bisschen Typfrage ne?

00:45:28: Bei dem den ich da im Interview hatte der im Podcast hatte Der konnte das sehr gut einordnen Und hat seinem Sohn noch da freien Lauf gelassen.

00:45:36: Aber da muss man halt auch klare Kante zeigen.

00:45:39: Rollen müssen übergeben werden Papa bis hierhin und nicht weiter.

00:45:42: ab jetzt bist du raus Und da gehört eine klare Kante zu.

00:45:54: Ja.

00:46:06: Und nicht vielleicht auch immer direkt, weil Emotionen dabei sind, auch die richtigen Worte.

00:46:11: Deswegen holt euch jemand dazu der das begleitet und damit es schön sauber ist, damit dann alles gedacht wird macht es nicht alleine.

00:46:19: Da geht bei mir sofort ein Bild an und zwar mit der Bereitschaft länger zu arbeiten.

00:46:26: Glaubst du dass das Thema Fachkräftemangel in Deutschland lösbar ist ohne?

00:46:35: die ältere Generation.

00:46:36: Wir reden immer über die junge Generation und das, was nachkommt.

00:46:40: Aber wir vergessen unter Umständen das Potenzial ... Dass auch jemand hat der sagt ich bin zwar ein Rente aber ich hab noch Bock!

00:46:49: Ja also ja es wäre also Fachkräftemangel zu lösen hat so viele viele stritten Und einen Teil davon sind es auch die Älteren länger am Markt zu halten.

00:47:01: den großen Vorteil denen ich daran aber eher sehe ist dass wir über Digitalisierung schon nicht mehr sprechen wollen, weil uns das sowas von aus den Ohren raushängt.

00:47:10: Trotzdem sind die meisten Betriebe digital vielleicht so fünf Prozent aufgebaut, vielleicht so zehn Prozent?

00:47:17: Da ist nix digital eigentlich!

00:47:19: So geht der ältere raus nimmt er sein ganzes Wissen mit.

00:47:22: also solang du es nicht geschafft hast dein ganzes wissen über Stammkunden XY dieser zwanzig Jahren bei dir kaufen wo jetzt die Tochter deine Kundin geworden ist so solche Sachen solange du die nicht digital hast.

00:47:34: Halt dir den Alten im Haus.

00:47:37: Der wird es wissen, ihr wirst sagen, pass mal auf Hans Hubert!

00:47:40: Wie war das noch einmal mit Familie Müller?

00:47:43: Ja, da hab ich damals die Wärme pumpt ... Ach nee, da gab's noch keine mehr Pumpen.

00:47:47: Aber der wird aus dem Nähekästchen plaudern können und würdet ihr im Zweifel sogar sagen können wo welche Leitung lang gelaufen ist.

00:47:53: So halt dir die im Haus solange du alles noch digitalisierst.

00:47:58: Okay also äh ich sag mal Die Gesellschaft, die Generation wird ja auch älter.

00:48:04: Ganz automatisch durch die gute Medizin und alles was wir haben.

00:48:08: und von daher glaube ich eben auch und das ist mein Eindruck dass da auch ein Wert drin steckt den wir unbedingt nutzen sollten.

00:48:17: Ich glaube nur Und das ist ja das was du mit der Führung auch beschreibst wenn wir die Brücke gebaut bekommen zwischen der jungen generation und vielleicht sogar schon Generationen die gefühlt eigentlich raus ist dann hätte man ja wahrscheinlich Best Case, also dem Wettemanns.

00:48:32: Und das ist dann ein Führungsthema im Unternehmen wo man sagt okay wie baue ich die Struktur so auf dass sie Leute auch Bock haben mit nahezu reden weil Ist es auch der Eindruck dass einfach zu wenig.

00:48:42: mittlerweile vielleicht auch miteinander gesprochen wird?

00:48:45: Absolut, ja.

00:48:46: Und ich erinnere mich noch an ... zum Beispiel damals als ich in ... da war ich schon aus der Ausbildung raus.

00:48:52: Als Gesellen hab ich gearbeitet und da hat mein Lehrchef, der jetzt auch nicht so viel erteilt ist wie ich, den hat aber dann im LKW so unten kann drehen.

00:49:00: Was hast du so vor die nächsten Jahre?

00:49:02: Auf dem Weg zu Friedhof.

00:49:03: Wollten einen Grabstein versetzen, ne?

00:49:05: So vor die nächste Jahr.

00:49:06: Ich denk, der Helfer sitzt hier mit dem Lkw.

00:49:08: Weißt du, wo wollten wir gerade unser Brötchen essen?

00:49:11: Was soll die Frage jetzt hier?

00:49:12: Ja, wir reden viel zu wenig miteinander und vor allem auch es wird wenn überhaupt Reden redet das Team untereinander mit sich oder eben im besten Falle dann sogar vielleicht Chef mit einem Mitarbeitenden.

00:49:25: Aber alle mal zusammenzuholen uns sagen okay Leute wo stehen wir eigentlich?

00:49:29: was machen wir hier?

00:49:30: gut was könnten mir nach außen zeigen Wo könnten wir haben wir Potenzial um auch unser Unternehmen noch nach vorne zu bringen?

00:49:37: Da kommen Sachen darum, wenn der Raum geschaffen ist dafür offensprechen zu dürfen.

00:49:41: Viele haben Angst offen zu sprechen und dann weißt du schon wo du eigentlich anfangen musst.

00:49:45: das so erstmal natürlich am Vertrauen arbeiten muss an der Bindung arbeiten muss bis dann die Leute offen sprechen können.

00:49:51: auch hier kann ich wieder nur empfehlen macht sowas nicht alleine.

00:49:54: holt euch jemand ins haus der dass solche Gespräche solche workshops moderiert und dann habt ihr das beste Potenzial um gala Arbeitgeber zu werden und vor allem auch die leute untereinander in die kommunikation zu bringen.

00:50:08: Abschließend die Frage.

00:50:10: Und das ist ja eigentlich so, wir sind jetzt einmal rundrum geflogen und ich fliege jetzt... Wir waren ganz am Anfang beim Thema Frau im Handwerk.

00:50:18: Ist das auch das ganz große Problem?

00:50:20: Also ich will es nicht darauf reduzieren um Gottes Willen.

00:50:23: Ich glaube dass die Frau insgesamt in einem Handwerk unfassbare Kompetenzen hat.

00:50:29: aber ist das etwas was die Frauen mit bringen.

00:50:33: Also auch wir reden ja viel über das Thema Empathie, jetzt muss ich doch wieder zum Fußballschuldigung.

00:50:38: Wir reden heute darüber dass es jetzt endlich soweit ist, dass wir in der ersten Fußballbundesliga eine Chef-Trainerin haben bei Union Berlin.

00:50:46: Ja, so endlich!

00:50:47: So wo ich auch so denke meine Güte... Es wurde langsam Echtzeit und da habe ich eben gerade gehört gehabt, dass drüber gesprochen worden Unfassbar großes Knowledge also eine hohe Kompetenz in dem Segment, aber bringt dazu noch eine große große Empathie mit.

00:51:08: Wo ich mal das Gefühl habe wir muss sich immer im Programm mit reinnehmen wie als meiner manchmal.

00:51:12: also ich bemerke dass sie auch in meinem Unternehmen schön dass ich auch mal ne Reflektion dann von der weiblichen Seite bekommen die manchmal ein bisschen anders ist.

00:51:20: Ja, also es ist tatsächlich so dass die Feldforschung sagt das die Betriebe von Frauen gefühlt werden in der Kommunikation deutlich besser laufen.

00:51:28: Ein höheres Wohlbefinden eine höhere Verbindung mit dem Unternehmen da ist.

00:51:32: tatsächlich ist das so.

00:51:33: auch da gibt's schwarze Schafe machen uns nichts vor und es gibt genügend Männer auch dies gutmachen.

00:51:38: aber wenn wir sagen Das was im Handwerk ja so ist ich würde mal sagen achtzig oder mehr prozent der betriebe Von Männern geführt Werden sind ist dann natürlich die Quote Die guten Männer, die fallen da so ein bisschen raus.

00:51:51: So ... Jetzt hab ich den Anfang vergessen von der Nachwürde mehr.

00:51:56: Also sagen wir so, haben das Problem ja aber auch noch wenn Frauen in das Unternehmen kommen sollen?

00:52:03: Die kommen nur, wenn schon eine andere da ist.

00:52:05: Das ist die Hürde, ne?

00:52:06: Keine kommt da rein und setzt sich zwischen zwanzig Männer und sagt so Jungs jetzt bin ich da.

00:52:12: Macht keine!

00:52:14: Ja, das ist das große Problem dabei.

00:52:15: Ist eine da und eine gewonnen Dann heißt es aber auch für den Chef oder die Chefin, die Mannschaft im Griff zu haben.

00:52:23: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Wörter, die da fallen Bemerkungen zum Körper, haben Konsequenzen nach sich zu

00:52:33: ziehen.".

00:52:34: Und das trauen sich die meisten nicht.

00:52:35: Da wirklich einmal durchzwischen, sagen Leute und ihr benehmt euch jetzt nicht wie die letzten Affen vom Baum sondern ihr ... Benehmt doch jetzt mal wie jemand aus dem Jahr ist der verstanden hat dass hier Gleichberechtigung kein nice to have mehr ist sondern bitte Standard sein sollte.

00:52:50: ja so und da trauen sie viele nicht wirklich auch mal bei sich durchzusäbeln und zu sagen Leute so nicht.

00:52:57: Das ist das große Problem dabei.

00:52:59: Dann würden viel mehr Frauen auch kommen, dann hätten wir vielleicht auf Stellen, wo man sagt okay, wir haben hier Projekte und da brauchen wir aber gar nicht eine ganze Vollzeitkraft, vielleicht sogar nur eine Teilzeitkraft besetzt?

00:53:10: Was ist es bitte für eine riesen

00:53:11: Chance?".

00:53:12: Stellen auch in Teilzeit zu besetzen.

00:53:14: Vielleicht da auch so ein Job-Sharing-Ding drauszumachen, dass zwei Personen sich eine Stelle teilen?

00:53:18: Super!

00:53:19: Es gibt so viele Möglichkeiten dabei.

00:53:21: Wobei ja auch also hiermit das Frauenhemen und Teilzeitarbeiten ist ja auch eigentlich ein Vorurteil.

00:53:26: Auch das stimmt ja nicht mehr so lange.

00:53:28: Ich glaube es gibt einfach sehr, sehr viele Modelle und ich finde, dass die Frau im Handwerk da einfach noch zu wenig eine Rolle spielt.

00:53:38: Und was du beschreibst... Und das kann ich auch absolut unterstreichen.

00:53:41: Es ist ja auch wieder ein Führungsthema, sind wir wieder beim Thema Führungen und wieder dabei dass der Chef jetzt sagt pass mal auf alles klar so wie sind im Jahre zwei tausend sechsundzwanzig zum Glück angekommen?

00:53:49: eigentlich war schon vorher ein Thema.

00:53:50: aber und ich hatte so ein typisches Beispiel auch schon in einer vorigen Podcastfolge wo wir auch vor allen Dingen zum Thema junge Einsteiger Azubis Azubin die halt erzählt haben was da alles so noch im Arbeitsplatz los ist.

00:54:07: Ich nehme immer so schön dieses Beispiel Spint und Frauenspint, also dieses klassische Plakato, das glaube ich immer noch stattfindet.

00:54:17: Und ich denke halt immer so als Chef muss ich doch verstehen dass das hier ein Arbeitsplatz ist.

00:54:24: Also kannst du zuhause, kannst du ja Plakate hinhängen wie du willst in deinen eigenen vier Wänden.

00:54:29: aber das ist sozusagen nicht mehr dein Privatbereich sondern Eine Firma verdammt noch mal.

00:54:34: Und

00:54:34: das Interessante ist ja auch keiner von denen würde sich zu Hause in den Kleiderschrank dieses Foto aufhängen.

00:54:39: Wahrscheinlich,

00:54:41: ja!

00:54:42: Da ist an der mal riesig große Diskussion.

00:54:44: auch die Kalender mit den nackten Frauen Ja jetzt gibt es ja auch die für die Männer also wie mit den Nackten Männern und sowas.

00:54:49: Aber keiner von uns würde sich das Ding zuhause auffängen.

00:54:51: Warum im Arbeitsbereich?

00:54:52: Versteh ich nicht

00:54:53: hat da eben nichts zu suchen, Punkt.

00:54:55: Also das kann man ja als Führungskraft auch relativ einfach... Aber wahrscheinlich ist es genau das so.

00:54:59: und wenn's dann sehr kumpelig wird in so einem Unternehmen?

00:55:04: Meine Unternehmenskultur ist kumpulich!

00:55:07: Dann

00:55:08: wird es schon sehr kompliziert was wir jetzt hier besprechen aufzubrechen und dann zu sagen ich mag diese Kumplichkeit ja auch.

00:55:16: also ich als Chef und sag so finde ich super beim Grillen Aber eigentlich in Anführungsstrichen, naja also am Ende ist es trotzdem hier ein Arbeitsplatz und auch professionell zu behandeln.

00:55:29: Richtig!

00:55:30: Und auch hier ist wieder dann trennen sich vielleicht auch mal Mitarbeitende von mir weil die eben da nicht mitgehen wollen.

00:55:37: das ist super.

00:55:38: Dann sollen sie bitte gehen weil toxische Mitarbeiter machen dir dein ganzes Team kaputt.

00:55:42: du brauchst nur einen faulen Apfel im Korb so dass alle nicht mehr schmecken Nicht mit zurechtkommt, dann muss diese Person gehen.

00:55:50: Dann passt sie nicht zu uns und ist sie kein Borussia Mönchengladbach-Fan?

00:55:52: Mhm,

00:55:53: okay!

00:55:56: Sehr schön...

00:55:57: Also ich hätte

00:55:58: eben besser als der Nessigkei ein Borussia-Mönchegladbach Fan.

00:56:01: That's it, er freut sich die Familie jetzt zu Hause.

00:56:05: Ja, das ist mein Podcast, den mein Mann hat noch nie im Podcast von mir gehört.

00:56:08: Vielleicht hört er sich dann den mal an.

00:56:09: Ja alles klar.

00:56:11: Oder?

00:56:12: Hopfully.

00:56:13: Kannst du sagen es wurde ein bisschen über Fußball gesprochen.

00:56:15: Wir hatten jetzt.

00:56:16: zwei-, dreimal hatten wir Fußballthemen.

00:56:21: Wenn man dich jetzt erleben sehen möchte, hast du demnächst Termine wo du zugegen bist.

00:56:27: Außer natürlich bei LinkedIn und bei Insta und wo man die überall folgen kann.

00:56:31: Und soll ich dir sagen wir sind schon wieder beim Fußball.

00:56:33: dann?

00:56:34: Das nächste ist nämlich die HeroCon im Dortmunder Stadion am zwölften Dreizehn Juni in Dortmund im Signal Iduna Park, wo ich sehr eingebunden bin mit Vorträgen.

00:56:45: Mit Workshops, mit Panel-Diskussionen, mit Interviews und so weiter.

00:56:49: Und herzliche Einladung an alle diejenigen, die sagen Ich habe richtig Bock mich weiterzuentwickeln In Sachen KI ,In Sachen Automationen, in Sachen Führungskräfte.

00:56:58: Da findest du wirklich tatsächlich alles was du brauchst.

00:57:01: Ja bist Du da Dennis auf der Helikopter?

00:57:03: Ich hab es letztes mal nicht geschafft aber ich habs mir diesmal vorgenommen.

00:57:06: So solltest das machen.

00:57:08: Ich, wie gesagt gesehen fand ich auch sehr gut.

00:57:12: Und die werden sich weiterentwickeln so.

00:57:18: Ich glaube das dieses Mal mit Sicherheit ist jetzt auch letztes mal zwei Tage?

00:57:22: Ne ne?

00:57:22: Ja genau, auf Freitag samstag!

00:57:25: Also hier gelten auch die Ausreden nicht mit.

00:57:27: wir können es nicht zwei Tage rausnehmen.

00:57:29: also der freitag ist eben nur ein halber Tag und der samstag arbeite eigentlich nur wenn du es unter der Woche nicht hingekriegt hast.

00:57:34: Das zählt halt hier nicht.

00:57:36: Das passt schon ganz gut!

00:57:37: Nein, also vorgenommen habe ich es mir und dann würde mich natürlich freuen wenn wir uns persönlich sehen.

00:57:41: Ja.

00:57:42: Apropos persönlich... Ich hab noch fünf persönliche Fragen an dich.

00:57:45: Unser Entweder-Oder-Fragen ist alles halb so wild.

00:57:50: Genau.

00:57:51: Und zwar erste Frage für dich.

00:57:55: Sicherheit oder Wachstum?

00:57:58: Wachztum.

00:58:01: Gar nicht gar.

00:58:02: Muss

00:58:02: ich mehr sagen?

00:58:02: Ja ne,

00:58:03: ich stell'n auf.

00:58:04: Ich muss das kurz.

00:58:05: Es hat gesessen.

00:58:07: Ich wusste ... Nee, also wachst du.

00:58:09: Wachst- du?

00:58:11: Also bist du überhaupt nicht Sicherheits-, also du sprachst gerade Familie und so.

00:58:16: oder ist man ja dann doch auch, man fängt doch an auch diese Sicherheitskarte irgendwie immer so auf den Tisch zu sich bewegen und zu sagen naja es ist schon auch wichtig.

00:58:26: Ja aber du gehst deswegen ja nicht auf voll Risiko nur weil du dich ins Wachztum entwickelst.

00:58:29: ein gewissen Sicherheitspunkt lässt du ja immer Aber trotzdem bleibe ich nicht auf meiner Sicherheitskarte sitzen und sagen, nee oh Gott die Welt da draußen.

00:58:38: Kein Fuß über den Tellerrand wachst du?

00:58:41: Was bedeutet Wachstum für dich dann konkret?

00:58:45: Dass ich tatsächlich also.

00:58:47: ich möchte mein Unternehmen weiter ausbauen.

00:58:49: Ich habe jetzt vier Leute angestellt.

00:58:52: Ich möchte gerne hier auch noch mal weiter denken.

00:58:58: Also für mich ist immer ... Wichtig, dass ich Menschen befähige ist selbst zu tun.

00:59:05: Abhängigkeiten sind doof egal in welcher Form und da würde ich mir wünschen, dass sich das einfach noch mehr machen kann, noch mehr Menschen in die Selbstbefehlungen bringe, dass sie nachher sagen alles klar, ich habe verstanden wie es geht, ich kann alleine laufen und das würde ich gerne weiter nach vorne treiben.

00:59:20: Wachstum bedeutet für mich persönlich jetzt aber auch, dass Ich gerne politisch das ein oder andere gerne mit besprechen wollen würde.

00:59:29: Also hier wirklich den Blick aus dem Handwerk reinzusetzen und zu sagen, Leute liebe Politiker.

00:59:34: Das ist sehr theoretisch was ihr hier besprecht.

00:59:39: in der im Feld sieht es eigentlich anders aus.

00:59:42: Und da wäre für dich politische Aktivität relevant.

00:59:46: irgendwann oder sagst du das kannst du dir nicht vorstellen?

00:59:49: Nee handwerkspolitisch.

00:59:50: also ich sehe mich in keiner Partei vor dass da front.

00:59:55: aber handwerkspolitisch da möchte ich gerne Ja, schon weiter.

00:59:59: Auch was ich jetzt ja auch schon hab' ich eine gewisse Position auch gerne weiter drin wachsen und mitgestalten.

01:00:05: Na ja,

01:00:06: der sein könnte du so sagst?

01:00:07: Naja vielleicht kann man das über die klassische Politik in Anführungsstrichen vielleicht sogar noch mehr...

01:00:11: Da bin ich zu klar für weißt Du!

01:00:13: Das wollen die auch nicht.

01:00:14: da bin ich unbequem weil ich den Leuten direkt sage guck mal hier das funktioniert so nich.

01:00:18: Okay Dann habe ich nächste Frage und die stelle ich häufig Weil ich es einfach spannend finde Urlaub in den Bergen oder am Meer

01:00:29: Mehr.

01:00:30: Mein Kraftort ist das Meer, ich liebe das Meer!

01:00:34: Wir waren jetzt erst kürzlich noch in Frankreich und da vergeht kein Tag mit ohne etliche Stunden mehr.

01:00:43: Das heißt gibt es da eine Ehrrichtung Norden?

01:00:48: Du sprachst gerade von Frankreich.

01:00:49: also muss dann auch warm sein als wenn du im Urlaub fährst oder...

01:00:52: Nein, mir reicht das Meer.

01:00:55: Mit nackten Füßen durch den Strand, ich brauche nicht die Liege heiß und so was.

01:00:59: Ich brauche das Wellengeräusch, die Wellenbewegung, die Weite, den Sand ... Also hier wäre ein Kieselstrand, da würde ich Abstriche machen.

01:01:10: Aber Richtung Norden fahren, Dänemark im Winter ist für dich auch denkbar?

01:01:16: Ja, echt jeden Fall!

01:01:17: Da kann man jetzt

01:01:18: im Sommer hin nach Dänemark.

01:01:19: Sehr schön.

01:01:20: Wohin geht's aufs Ecke?

01:01:22: Also ohne jetzt genau zu sagen Adresse und Datum.

01:01:25: Ja

01:01:25: also das Problem ist, dass bei der Vergabe von geografischem Wissen war ich gerade was im Keller holen.

01:01:32: Du bist in Dänemark?

01:01:33: Also du Reisebüro bei uns ist mein Mann!

01:01:34: Ich hab

01:01:34: keine Ahnung.

01:01:35: Okay du bist in dänemark es doch schön ja aber dann also am Meer in Dänemark Nord- oder Ostsee?

01:01:40: Genau.

01:01:41: Nord-oder-Ostsee weißt du auch nicht.

01:01:45: Hast

01:01:45: du noch eine Frage?

01:01:47: Nein, das ist immer noch ein Thema.

01:01:50: Ich

01:01:50: kann dir nur sagen ich liebe Dänemark!

01:01:52: Ich bin auch wieder für eine Woche oben in Dänemark und ich wünsche dir die beste Zeit, die man haben kann.

01:02:02: Schnelle Lösung oder nachhaltige Strategie?

01:02:07: Nachhaltige Strategie, auf jeden Fall.

01:02:09: Also schnelle Lösungen ist immer eine Notlösung, die mich nachher sehr viel Nerven kostet, die sehr teuer ist.

01:02:15: Nein!

01:02:15: Nachhaltiges Strategie...

01:02:17: Aber du kannst schnell Lösungen?

01:02:20: Ich sehe schnell schnelle Lösungen ja und ich sehe aber auch dass die schnelle Lösung schnell ein Ende hat.

01:02:27: Okay das ist nicht schlecht.

01:02:32: Ein Abend im Kino oder am Konzert?

01:02:38: Bin ich für beides nicht ganz so zu haben.

01:02:41: Im Kino kannst du dich nicht unterhalten und im Konzert, das ist mir häufig zu viele Menschen ... Da hab' ich mit Platz Angst zu tun!

01:02:47: Ich bin beim Konzern, die dir ganz außen sitzt, wo man von der Bühne nichts mehr sehen kann.

01:02:51: Deswegen macht's so ein Konzärt für mich auch wenig Sinn, weil ich nie mittendrin bin.

01:02:55: Okay.

01:02:55: Deswegen

01:02:57: ja... Also so Menschenmassen sind nicht dein Ding?

01:02:59: Nee.

01:03:00: Also nicht mittendrinnen, von außen super aber nicht mitten drin.

01:03:03: Okay Dann lieber so abends in einer Bar Und was finden?

01:03:08: So entspannt.

01:03:09: Genau,

01:03:09: im Biergarten ist das fein!

01:03:11: Okay... Dann nächste Frage und die schließt nahtlos an, Bier oder Wein?

01:03:19: Keins von beiben.

01:03:20: ich brauche kein Alkohol um lustig zu sein.

01:03:26: Also du siehst meine Tasse Tee.

01:03:29: Aber

01:03:31: es gibt ja auch beides.

01:03:32: Beide Möglichkeiten gibt's ja auch alkoholfrei.

01:03:35: Ja dann würde ich alkoholfreies Bier wählen weil alkohofreie Weine noch nicht so gut sind.

01:03:40: Alkohl freies Bier ist fein.

01:03:41: Ich mag den Geschmack aber ich brauch die Wirkung darin nicht.

01:03:43: Okay, kann ich nachvollziehen.

01:03:44: Ist ja auch ... ist ja auch, äh, es ist ja also auch, zweitausendsechszwanzig ne?

01:03:48: Aber

01:03:48: weißt du was ganz krass ist wenn man müde ist dann hat man eigentlich die geilsten Symptome, dass sie sind noch besser als bedrunken zu sein, wenn ihr müde bist.

01:03:59: Ja, nach Mühle kommt ja auch doof!

01:04:00: Also von daher ist ja... Genau,

01:04:02: den Punkt musstest du schaffen

01:04:04: Boah, der ist bei mir aber ganz schwierig.

01:04:05: Ich glaube da ist mein gesamtes Umfeld.

01:04:07: also wenn der Punkt gekommen ist dann machen alle großen Bogen um mich weil das wirklich... Also dann bin ich der einzige der es lustig findet aber auch wirklich lustig!

01:04:15: Also genau letzte Frage Bauchgefühl oder Datenanalyse?

01:04:24: Bauch gefühlen Das haben wir so verlernt uns aufs Bauch Gefühl zu verlassen.

01:04:28: Es gibt natürlich immer noch Punkte gerade sind unternehmerischen da sein wo du auf das Bauchgefühl hören und es dann überprüfen solltest.

01:04:36: Und mit Daten auch nochmal abgleichen, aber grundsätzlich funktioniert menschlicher Umgang in erster Linie über Bauch-Gefühlen?

01:04:45: Ich hoffe du hattest ein gutes Bauch Gefühl heute bei dem Podcast!

01:04:49: Das haben wir sehr viel Spaß gemacht.

01:04:50: Vielen Dank denn, dass wir die coolen Fragen auch.

01:04:52: Ja schön, das freut mich... In jedem Fall, ich hoffe wir sehen uns dann bei der HeroCon.

01:04:58: Du schaffst es ja in jedem Fall.

01:04:59: von daher liegt das nur an mir und ansonsten wird sicherlich auch noch den Eier oder anderen Terminen geben wo man sich über den Weg laufen kann.

01:05:10: LinkedIn bist du am Start Instagram bist du anstatt TikTok auch?

01:05:14: Ja da mache ich aber nix,

01:05:15: also

01:05:15: habe ich auch aber da mein Nix.

01:05:17: Na ich sag mal was ist nicht meine Plattform so... Ich sehe immer meinen Sohn durchswipe und denke oh Das ist mir auch zu

01:05:24: schnell lebig.

01:05:25: Ja, genau.

01:05:25: Also von daher... Ich danke dir!

01:05:27: Ich wünsche dir, weil wir an einem Montag aufnehmen noch eine richtig erfolgreiche schöne Woche.

01:05:33: Bleibt gesund und wir sehen uns dann hoffentlich bei der Hirocon.

01:05:37: Ich danke und freue mich drinnen.

01:05:38: Bis dann!

01:05:38: Danke dir, ciao!

01:05:39: Ciao, ciao.

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